Weihnachten 2025

Eine Zeit voller Wärme, Begegnungen und gelebter Nächstenliebe.

In diesem Jahr ist in und um unsere Suppenküche so viel Schönes geschehen. Drei besondere Projekte rund um die Weihnachtszeit haben gezeigt, wie viel Kraft Gemeinschaft, Aufmerksamkeit und Mitgefühl haben können:

Die Weihnachtsfeier am 24.12.2025

Am Heiligabend trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen und genossen die festliche Gemeinschaft. Wir sangen Lieder, hörten den Text aus Lukas 2 – der uns daran erinnert, weshalb wir Weihnachten feiern – und kamen ins Gespräch über weihnachtliche Themen.
Der Höhepunkt des Abends war die Bescherung: Freudentränen, herzliches Lachen und große Freude erfüllten den Raum, als die Geschenke ausgepackt wurden. Ein Moment, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Überraschungsbesuch in der Notunterkunft am 26.12.2025

Auch in diesem Jahr meldeten sich wieder Menschen, die am ersten Weihnachtstag bewusst mehr gekocht hatten, als sie selbst benötigten. Liebevoll vorbereitet, appetitlich angerichtet und sorgfältig verpackt wurden diese Weihnachtsmahlzeiten am zweiten Weihnachtstag bei uns abgegeben. Es waren keine hastig gefüllten Dosen – jedes Essen war ein kleines Kunstwerk und zeugte von großer Hingabe.

Gemeinsam mit den Weihnachtsgeschenken brachten wir alles in die Notunterkunft, in der aktuell alle Betroffenen gemeinsam untergebracht sind. Wir wurden herzlich empfangen, führten intensive Gespräche, hörten Lebensgeschichten und Wünsche und erlebten große Dankbarkeit, Gastfreundschaft und Wertschätzung.
Übrig gebliebene Geschenke und Mahlzeiten fanden später am Bahnhof und in der Stadt dankbare Abnehmer unter obdachlosen Menschen.

Projekt „Gemeinsam statt Einsam“

Zwischen Weihnachten und der zweiten Januarwoche pausieren viele Angebote. Gerade in dieser dunklen Jahreszeit leiden jedoch viele Menschen unter Einsamkeit, Langeweile oder Traurigkeit. Deshalb riefen wir das Projekt „Gemeinsam statt Einsam“ ins Leben – offen für jedermann, bewusst ohne festes Programm.

Bei Kaffeeduft, bereitgelegten Spielen und Puzzles kamen Menschen ins Gespräch. Die Firma Teratron unterstützte uns großzügig mit großen, saftigen Stollen.
Die Nachmittage waren erfüllt von Erzählen, Singen, gemeinsamem Lachen und Spielen. Die Zeit verging so schnell, dass wir gleich zweimal länger blieben als geplant. Diese Erfahrung hat uns so begeistert, dass wir nun regelmäßig Gesellschaftsnachmittage für unsere Suppenküchengäste planen.

Die Geschenke – ein Kapitel für sich

Auch die Geschenke verdienen besondere Aufmerksamkeit. Wieder gab es die liebevoll gestalteten Weihnachtstüten – keine glich der anderen. Mit viel Hingabe wurden sie individuell dekoriert.
Dank zahlreicher Spenden konnten wir sie füllen: Kosmetikartikel, Süßigkeiten, Konserven für die Notunterkunft, selbst gebackene Plätzchen, selbst genähte Kosmetikbeutel, Dekorationen und Kalender.

Ein ganz besonderes Zeichen der Wertschätzung waren die persönlichen Weihnachtskarten, geschrieben von unbekannten Menschen im Rahmen der Aktion „Post mit Herz“.
Für einige Suppenküchengäste, die besonders schwere Schicksale tragen, gab es zudem individuell ausgesuchte Geschenke, ermöglicht durch die „JensLäufe-Weihnachtsgeschenkeaktion“. Die Freude beim Auspacken dieser persönlichen Überraschungen war überwältigend.

Dankbarkeit, die bleibt

In der Weihnachtsgeschichte haben wir davon gelesen, wie Jesus als kleines Kind auf diese Welt kam – ein stilles, aber kraftvolles Zeichen dafür, wie sehr Gott jeden einzelnen Menschen liebt.

Mit diesem Gedanken im Herzen blicken wir voller Dankbarkeit zurück. Dankbar für jede Person, die sich mit Zeit, Kraft, Ideen, Spenden und vor allem mit ganz viel Herz eingebracht hat. Nichts geschah nebenbei oder aus Pflichtgefühl. In jedem Einsatz, in jedem Geschenk und in jeder Vorbereitung wurde spürbar, wie viel Liebe, Großzügigkeit, Mitgefühl und echtes Interesse den Menschen entgegengebracht wurde, die sonst allzu oft übersehen werden.

Danke an alle, die dieses Weihnachten zu einer Zeit voller Wärme, Hoffnung und gelebter Nächstenliebe gemacht haben.